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Türkei: Umstrittenes Projekt - 12.000 Jahre alte Stadt droht schon bald durch Stausee unterzugehen

vor 5 Monaten
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Die alte türkische Stadt Hasankeyf könnte bald buchstäblich untergehen und in Vergessenheit geraten: Sie wird wohl durch das Wasser eines riesigen Stausees überflutet werden, der trotz internationaler Empörung mit Forderungen, das Projekt einzustellen, vor einem Damm geflutet wird.

Aufnahmen vom Samstag zeigen die antike Stadt am Ufer des Flusses Tigris, wie wir sie wahrscheinlich gut in Erinnerung behalten sollten, da die Stadt in einigen Monaten versinken und vielleicht nie wieder auftauchen wird. Der Grund dafür ist der Ilisu-Damm, ein Teil des Southeastern Anatolia Project (GAP), der schätzungsweise 1.200 Megawatt Strom erzeugen und der türkische Wirtschaft so pro Jahr um 260 Millionen Dollar einbringen wird.

Die Befüllung des Stausees mit einem Volumen von mehr als 10 Milliarden Kubikmetern soll nächste Woche beginnen. Es wird geschätzt, dass der steigende Wasserspiegel Hasankeyf und das benachbarte Dorf bereits im Oktober erreichen wird und bis April nächsten Jahres vollständig überfluten könnte.

Die Inbetriebnahme des Stausees wird Hunderte von Menschen vertreiben, denen von den Behörden neue Häuser versprochen worden waren.

Ankara versuchte bereits im vergangenen Juni, den Stausee zu füllen, unterbrach aber die Bemühungen aufgrund der Empörung aus dem Irak, der den Tigris-Fluss als eine seiner wichtigsten Wasserquellen nutzt. Es wird befürchtet, dass der Damm dort zu Wassermangel führen könnte.

Fünfundsiebzig zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch aus der Türkei und dem Irak, haben Ankara aufgefordert, das Projekt zu annullieren, und argumentierten in einem Schreiben im Mai, dass es nicht nur "die Wasserversorgung großer irakischer Städte ernsthaft gefährdet", sondern auch das kulturelle Erbe des Landes zerstören würde, ohne "sozioökonomischen oder sonstigen Nutzen für die Mehrheit der Gesellschaft in der betroffenen Region" zu bieten.

"Unabhängige Forscher behaupten, dass Hasankeyf und das umliegende Tigris-Tal historisch genauso wichtig sind wie Ephesus, Troja und Kappadokien und 9 der 10 UNESCO-Kriterien für ein Weltkulturerbe erfüllen", schrieben sie.


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