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lass' Dich inspirieren

Berufung statt Beruf – Schauspieler - eine brotreiche Kunst

vor 3 Jahren
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Du willst Schauspieler sein, aber niemand will Dich auf der Bühne? Mache Dein eigenes Projekt und werde erfolgreich durch Tun! Mit seinem eigenen Theaterprojekt ist Ekkehart Voigt ein Quereinsteiger. Er ist ein Mensch, der sich immer schon als Künstler fühlte. Dennoch dachte er keineswegs daran, sich mit dem Theater, die Liebe seines Lebens ins Leben zu holen und das mit Leidenschaft auszufüllen.

Ekkehart Voigt ist der lebendige Beweis dafür, dass Kunst keineswegs brotlos ist – eine sehr bewegende, berührende und unglaublich intensive Lebensgeschichte, geführt von der Begeisterung für die eigene Sache. In seiner Gesamtheit ist Ekkeharts Geschichte auch ein Appell dafür, nicht einen Lebensplan zu entwerfen. Vielmehr sollte man Schritt für Schritt durch Tun Orientierung finden, um nach und nach ganz von selber auf die Spur zu kommen. Fügungen, die im Grunde genommen nichts anderes als Intuition sind, weisen in Phasen der Entspannung den Weg. Intuition schafft die Voraussetzung, um den inneren Lebenskompass zu aktivieren und zu nutzen. Man entwickelt ein Gefühl, das es gestattet jeweils die Stimmung aufgreifen zu können, die zeigt, in welche Richtung es geht.

Angetrieben durch die eigene Erfahrung in der Schule und den tiefen Wunsch, Schüler für Kunst und Geschichte begeistern zu können, entscheidet Ekkehart sich für ein Studium dieser Fächer. Nach fünf Semestern hospitiert er in einer Schule und gibt, als er begreift, wie lebenshinderlich viele schulische Inhalte sind, sein Studium auf.
Im Alter von 26 macht er seine erste Theatererfahrung und erlebt einen Menschen, der von dem, was er tut begeistert ist. Das hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Seine Berufsfindung geht weiter. Taxifahrer, Reiseleiter, die eigene Autowerkstatt. Ein zweites Studium mit 30, jedoch nicht mehr mit der Idee, einen Abschluss zu machen, sondern nur, um für sich zu lernen. Der nächste Quereinstieg folgt beim Hessischen Rundfunk. In kürzester Zeit hat er eine ganze Redaktion unter sich. Parallel spielt er als Amateur Theater. Die Leidenschaft zum Theater wächst und er nutzt jede Gelegenheit zum Spielen. Aus der abgesicherten und erfolgreichen Position beim Hessischen Rundfunk fällt die wagemutige Entscheidung fürs Theater. Gemeinsam mit einer Kollegin gründet er das interaktive Schnurztheater, das seit 19 Jahren erfolgreich spielt. Dann entwickelt er sein erstes Solostück. Bei seinem dritten, aktuellen Solostück, dem Faust, folgt er einer nach seinen Worten magischen Fügung und teilt nun mit den Schülern die intensive und erschreckende Erfahrung, wie leicht der „Teufel“ den Menschen manipulieren kann. Er spricht am Ende mit den Schülern, wie er dies schaffen konnte und wie bedrückend die Parallelen in der Schule sind. Das bringt ihn beim Spielen und noch danach in Kontakt mit seinem Publikum, berührt, bewegt und entzündet seine Zuschauer ebenso wie es ihn selbst berührt, bewegt und entzündet.
Auf wunderbare Art und Weise schließt sich mit Ekkeharts Freiheit der Kreis, durch die Seitentür mit einer Sonderposition in die Schule zurückzukehren. Der Außenseiter, der Autodidakt, der in seinem Leben alles nur Erdenkliche gemacht hat und dann am Ende genau das tun kann, was ihm von Anfang an ein Anliegen war – und das mit dem Gefühl, wirklich auf seiner eigenen individuellen Lebensreise zu sein
Heute fühlt Ekkehart sich an der Spitze seines Lebens: Er tut das, was er tun will und empfindet dabei einen hohen Grad an Erfüllung und Zufriedenheit. Zugleich merkt er, es ist damit nicht an Ende der Möglichkeiten. Denn in jeder Vorstellung entfaltet er sich neu, empfindet sich jedes Mal neu und anders und freut sich auf die nächste Vorstellung.