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Berufung statt Beruf – Der heitere Software- Entertainer

vor 2 Jahren
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Man könnte seine Kindheit durchaus als die eines schwer erziehbaren Jungen beschreiben. Die Schule ist für ihn vom ersten Tag an eine Qual. Er fehlt oft, schwänzt den Unterricht, fälscht Unterschriften. Er fliegt vom Gymnasium, macht die Realschule, dann die Fachoberschule und besteht am Ende doch sein Fachabitur.

Trotz seiner schlechten Noten gibt er völlig widersinnig aber erfolgreich Nachhilfe in Mathematik, denn sein innigster Wunsch ist es, Lehrer zu werden. Was unmöglich erscheint, gelingt unglaublicherweise einfach durch Zuhören. Der Nachhilfeschüler ist gezwungen, ihm das Problem und den Stoff zu erklären. Während des Erklärens fiel beim Nachhilfeschüler der sprichwörtliche Groschen. Dennoch, angesichts seines schulischen Werdegangs scheint der Wunsch Lehrer zu werden, absurd zu sein. Darüber denkt er allerdings wenig nach.

Nichts in seinem beruflichen Werdegang war geplant. Alles geschah von Moment zu Moment – so wie neue Eingebungen und Inspirationen kamen – durch Tun und Begeisterung. Michael Schnellert folgt dem Sog seines eigenen Interesses und dies in einer erstaunlichen Weise von Moment zu Moment, von Aufgabe zu Aufgabe. Er studiert Sozialpädagogik, nebenher arbeitet er: Zeitungen austragen, Liegewagenbetreuer, Taxifahrer, Bierfahrer, Film und Fernsehen. Als er im Grundstudium von dem neuen Studiengang Erwachsenenbildung hört, ist er sofort Feuer und Flamme.

Ohne je selbst einen Computer genutzt oder gar besessen zu haben, bekommt er nach dem Studium einen Job als Projektleiter bei einem Unternehmensberater, um 30 Frauen zu Telearbeiterinnen auszubilden. Das Internet als Informationsplattform nutzend, lernt er abends das, was er den Frauen am nächsten Tag beibringt. Er lernt leicht und schnell, weil ihn die Materie begeistert und interessiert und weil er das Wissen braucht.

Nach diesem erfolgreichen Projekt lässt sich Michael Schnellert erneut von seiner Intuition leiten: Er entwickelt Kommunikationsseminare für Computeranwendungen. Das Fachchinesisch der Techniker soll für den Laien und Anwender von Programmen verständlich und einfach übersetzt werden. Sein Ansatz ist völlig neu und strikt anwenderorientiert.

Diese Übersetzungsarbeit gelingt ihm bravourös und wird zum Startpunkt für sein erfolgreiches Unternehmen creITvity. Seine Seminare bezeichnet er als Infotainment. Technik macht Spaß – diese Begeisterung gibt Michael Schnellert mit viel Humor weiter. Er macht auf heitere Weise erlebbar, was man mit Computerprogrammen leicht und schnell machen kann, wie sie sinnvoll zur Bereicherung des Lebens eingesetzt werden können.

Obwohl er bis 1996 strikt dagegen war, zuhause überhaupt einen Computer zu haben und von IT keinerlei Ahnung hatte, veranstaltet er seit nun fast 20 Jahren für große Unternehmen und Banken sehr ungewöhnliche Seminare im IT-Bereich.

Weder Schule noch Studium lehrten ihn Eigenständigkeit. Es war das Leben an sich, das ihm zum Lehrer wurde und ihn seinen Traum verwirklichen ließ, Lehrer zu werden. Es waren die vielen Puzzlestücke seines eigenwilligen beruflichen Werdeganges, mit denen er diese Stabilität gewann und seine Talente entfaltete. Dabei ist er zutiefst überzeugt: Wenn jeder Mensch das tun würde, von dem er begeistert ist, dann ist er darin gut und hat damit Erfolg – das Geld folgt dann ganz von selbst.