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Teil 1: Novemberrevolution & Bayerische Räterepublik - Begeisternde Versuche direkter Demokratie

vor 9 Monaten
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Novemberrevolution und Bayerische Räterepublik - Teil 1 - Begeisternde Versuche einer direkten Demokratie und die Debatten am 100. Jahrestag - Serie zur Novemberrevolution | Winfried Wolf | NachDenkSeiten-Podcast

Vorbemerkung: Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in Kommentaren, Rückblicken und Dokumentationen der Revolution gedacht wird, die vor 100 Jahren in Deutschland stattfand. Allerdings verfälscht die große Mehrheit dieser Beiträge das, um was es damals ging. Die tatsächlichen Errungenschaften der Revolution – Frieden, Frauenwahlrecht, demokratische Grundrechte – werden nicht ausreichend gewürdigt. Die tatsächlichen Ziele der Revolution – direkte Demokratie bzw. eine Kontrolle eines Parlamentes durch Räte, gewählt von der arbeitenden Bevölkerung, werden so gut wie nie erwähnt. Und die tatsächliche Gewalt, ausgehend von Freikorps, Reichswehr und frühen faschistischen Gruppen, mit der gegen diese berechtigten Forderungen und gegen die Arbeiterräte vorgegangen wurde, wird nicht nur verschwiegen. Meist wird die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt und behauptet, die Revolution selbst sei gewalttätig gewesen.
Wir bringen auf den NachDenkSeiten in drei Teilen einen ausführlichen Text von Winfried Wolf zur Novemberrevolution, zur Bayerischen Räterepublik und zur aktuellen Debatte über diese Ereignisse. Diesem Text lag ursprünglich ein in Kassel und Stuttgart gehaltenes Referat des Verfassers zugrunde, welches sich vor allem auf Klaus Gietinger, Der verpasste Frühling, auf Sebastian Haffner, Der Verrat und auf Richard Müller, Die Geschichte der Revolution stützt.
Der erste Teil hat drei Ereignisse zum Thema, die der Novemberrevolution vorausgingen und die zum Verständnis dieser Revolution wichtig sind: (1) die Sturzgeburt der deutschen Einheit und des Deutschen Reichs 1871, (2) der Erste Weltkrieg und (3) der 3. Oktober 1918, als inmitten des Kriegs bereits eine parlamentarische Regierung mit zwei SPD-Ministern gebildet wurde – noch zu Kaisers Zeiten. Und als sich die Verantwortlichen für den Ersten Weltkrieg aus dem Staub machten und damit die Steilvorlage für die „Dolchstoß-Legende“ schufen.
[…]
Dieser Text stützt sich vor allem auf Klaus Gietinger, November 1918. Der verpasste Frühling (Nautilus, Hamburg 2018), auf Sebastian Haffner, Der Verrat – Deutschland 1918/19 (verschiedene Ausgaben verschiedener Verlage) und auf Richard Müller, Die Geschichte der Revolution (ursprünglich drei Bände; zuletzt Berlin 2011, Buchmacherei).
Klaus Gietinger und Winfried Wolf veröffentlichten 2017 das Buch „Der Seelentröster. Wie Christopher Clark die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg erlöst“ (Schmetterling, Stuttgart)

NachDenkSeiten – Die kritische Website
https://www.nachdenkseiten.de/?p=47551
01. Dezember 2018 um 11:45
Autor: Winfried Wolf (verantw. Redaktion)

Im Beitrag sind 13 Fußnoten enthalten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=47551

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