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STANDPUNKTE • Die Absurdität der westlichen Kriege

vor 5 Monaten
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Den vollständigen STANDPUNKTE-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier:https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-die-absurditaet-der-westlichen-kriege-podcast-2/

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Wie ein hoch dekorierter Offizier zum Dissidenten wurde.

Von Jochen Mitschka

Dass keiner der von den USA und seinen Verbündeten geführten Kriege der letzten Jahrzehnte zu den versprochenen Ergebnissen Freiheit, Demokratie und Wohlstand führte, dürfte nach Jahrzehnten der Erfahrung allgemein bekannt sein. Hier noch mal zur Erinnerung: Jugoslawien wurde 1999 zerschlagen, aber der Kosovo ist immer noch ein Zentrum der Mafia, wird von Korruption und Wirtschaftsproblemen geschüttelt. Der Irak wurde seit 2003 weitgehend zerstört, Terrorismus und tägliche Selbstmordattentate entstanden, die Wirtschaft liegt am Boden. Libyen wurde 2011 zerstört, zehntausende durch NATO-Bomben getötet, aber die Menschenrechtssituation ist heute so schlimm wie nie zuvor, die Wirtschaft ist praktisch nicht existent. Und so weiter. Wir wissen also, was ein solcher Krieg, wie er derzeit noch in Syrien geführt wird, und gegen den Iran, Venezuela, Kuba und Nicaragua möglicherweise geplant wird, für Folgen hat. Aber wie steht es um diejenigen, welche als Soldaten diese Kriege führten?

Major Danny Sjursen ist ein US-Offizier der Armee, der im Krieg gegen den Irak und Afghanistan diente, und als Ausbilder an der berühmten West Point Akademie. Er gehört zu jenen Soldaten, die statt zu versuchen, in der Politik Karriere zu machen, in Depressionen zu verfallen, oder Selbstmord zu begehen, sich entschloss zum Dissidenten zu werden und über die Verbrechen der Kriegsführung zu berichten. In einem Artikel in Truthdig.com beschrieb er, wie es dazu kam.

Zur Einführung erzählt Sjursen aus seinem Leben als Star der Armee, der in zwei Kriegen gedient hatte und einer besten in West Point war. Er berichtet, wie er gelobt wurde, respektiert und sogar verhätschelt. Aber das Leben in der Armee war das Leben in einer Blase. Irgendwann begriff er die Wahrheit, nämlich dass er für etwas gekämpft hatte, das es gar nicht gab. Darüber hatte er schon 2017 in einem Artikel mit dem Titel „Lügen, die wir uns selbst erzählen“ berichtet. Er erklärt, dass er für ein Land gekämpft hatte, das die Welt tödlicher und zu einer chaotischeren Umwelt hatte werden lassen.

Aber, so macht er deutlich, war es eine schwere Entscheidung, das auch öffentlich einzugestehen. Es wäre viel einfacher, den Helden zu spielen und die Belohnungen einzustreichen. Und dann erklärt er was passiert, wenn man sich entschließt, den Weg des Dissens zu gehen:

„Wenn du die Reise in den Dissens machst, verlierst du Freunde, entfremdest du dich von der Familie, verwirrst du Vertraute, und wirst du zu einer einsamen Stimme in deiner Berufswelt. Ich habe Jahre damit verbracht, in den Hörsälen von West Point bis Fort Knox und Fort Leavenworth als skurriler Typ, der Außenseiter, der verwirrte Charakter zuzubringen. Es ist, als ob man aus einer Religion austritt, ein Atheist wird, während man noch in einem Kloster lebt. (…) Der Druck ist unterschiedlich, sehr subtil: versteckte Warnungen von Vorgesetzten, zur Vorsicht ratende Mentoren.“

Der Autor erklärt, dass er zu lange gewartet hätte. Er hätte ein Jahrzehnt „gebrütet“ bevor er den Weg zu einer spirituellen und intellektuellen neuen Erfahrung gefunden hätte. Und dann kommen Einzelheiten über seinen schmerzvollen Weg in den Dissens.

Er erklärt, wie er in Bagdad das Chaos entstehen sah, wie sich ein sektiererischer Krieg entfaltete. Er war Zeuge, wie die schlecht vorbereitete Invasion Streit auslöste. Er beschreibt, wie er ein „Voyeur“ der Tragödie wurde, die sich vor den Soldaten ausbreitete. Wie die Milizen verstümmelte Körper in den Straßen liegen ließen, damit sie die Soldaten fanden. Wie die Sunniten die Köpfe abschnitten, während die Schiiten das Bohren von Löchern in die Schläfe und Gelenke vorzogen...weiterlesen hier:https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-die-absurditaet-der-westlichen-kriege-podcast-2/

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