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Tagesdosis 20.6.2018 - Lösungswege Teil 2: Das Friedensprinzip

vor 8 Stunden
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ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Das Camputop

Es gibt vier Lösungswege für die Friedensbewegung.

Erstens: Wir besetzen das Pentagon und das NATO-Hauptquartier. Zweitens: Wir wählen uns dumm und duselig, bis der/die richtigen im Amt sind, die dann das richtige Bündnis in der Welt zusammentragen, damit sich Frieden auf Erden verbreiten kann. Drittens: Wir fangen an zu begreifen, dass der beste Weg für das eigene Leben der ist, sich selbst daran zu beteiligen. Was glaubst Du, welcher dieser drei Wege wäre der Beste? Den vierten Weg, selbst zum Terroristen zu werden, schließe ich hier natürlich aus.

Stell Dir einmal vor, ein Kampfsportlehrer würde dich ausbilden und dir sagen, dass der beste Kampf der ist, an dem du erstens nicht teilnimmst und zweitens, für den du gar keine Option darstellst.

Was würdest du ihm entgegnen? Du würdest vielleicht grübeln und dich fragen, was denn dieser ganze Unsinn soll. Schon spricht dein Trainer weiter und sagt dir, dass das Leben daraus besteht, nicht in Kämpfe verwickelt zu werden, nicht in sie einzuwilligen und schon gar nicht, Kämpfe selbst zu beginnen. Er würde dir weiter sagen, dass er eine Prüfung für dich hat. Er sagt: Höre auf gegen dich, gegen andere und gegen andere Dinge oder Ideen anzukämpfen. Halte dich ab heute für nur einen Monat aus allen Kampfaufforderungen heraus. Vielleicht wirst du etwas verwirrt nach Hause gehen und nicht so recht wissen, was du mit den Anweisungen anfangen sollst. Schließlich hast du nicht nur gelernt, sondern viel mehr auch erfahren, dass das Leben doch ein ständiger Kampf ist. Und wenn du jetzt damit aufhören sollst, dann landest du bei Hartz IV. Scheiß Rat!, fluchst du vor dich hin und überlegst, den Trainer zu wechseln.

Rubikon, das Magazin für die kritische Masse, hat am 16. Juni 2018 ein bemerkenswertes Interview veröffentlicht(1), dass Dir genau diesen Nichtkampf-Rat konsequent aufzeigt. Dort diskutieren Franz Rupert, er ist Traumaforscher, und Daniele Ganser, er ist Historiker, um genau diese Aspekte der Sinnlosigkeit. Daniele Ganser erkennt dort, dass Traumen wie Fraktale auf alle Bereiche des menschlichen Lebens übertragen werden und das diese Traumen auch die Ursachen für Kriege sind. Eine Theorie die mich selbst veranlasste 2008 mein Buch Die Fratze der Gewalt zu schreiben, welches auf meinem vorherigen Buch Das Nichtkampf-Prinzip aufbaut.

Unser Psychotop konstruiert unser Soziotop und somit das Politotop und dann das Camputop. Das Camputop ist das Schlachtfeld, der Krieg. Abgeleitet aus dem Wortstamm Campus, aus dem der Begriff Kampf entstanden ist. Innere Konflikte, die uns über die Erziehung und die gesellschaftlichen Prägungen konditionieren, so dass wir sie nach aussen transformieren und so unserem inneren Terror nach aussen zur Gestalt werden lassen. Eine wirklich schwere Nuss für viele. Haben sie doch gelernt, dass nur Psychopathen den ganzen Murks anrichten. Dabei haben sie den Part verdrängt, den sehr viele von uns darstellen. Nämlich das Geschehenlassen von all dem Murks, das unsere eigenen Anteile gelebter Unmenschlichkeit unverhohlen deutlich macht.

Der Verrat am Selbst

Was daraus für die Friedensforschung folgt ist von größter Bedeutung. Frieden ist demnach nur möglich, wenn wir uns als Kollektiv darüber gewahr werden, dass wir fast alle traumatischem Erleben in den unterschiedlichsten Formen ausgesetzt waren und diese auch nach aussen hin ausleben. Entweder als innereres Blockiertsein oder nach aussen hin als Zweikämpfer gegen alles Mögliche....weiterlesen hier: https://kenfm.de/tagesdosis/

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