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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Zum Fall des Rauchverbots in Österreich!

vor 1 Jahr
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Es ist eine bemerkenswerte Heuchelei und ein Treppenwitzchen der Geschichte, dass die rot/grünen Bevormundungs- und EntmündigungsschreierInnen für ein Rauchverbot gerade aus dem Dunstkreis der Haschischbefürworter kommen. Und ein Blick in die sozialen Netzwerke genügt, um die Scheinheiligkeit dieser hysterischen Debatte zu entlarven: Antisemitische Kundgebungen in Europa – Schweigen im Walde der Twitteria und Facebookgemeinde, ein versuchter Terroranschlag in New York – betretenes Schweigen der selbsternannten linken Meinungsbildner, das Rauchverbot in Österreich wird gekippt – die Welt geht unter. Abgesehen davon, dass die Mehrzahl der BerufsmoralistInnen ihren Empörungskompass weit weg von Gut und Böse verschoben haben, widmen wir uns jetzt des Pudels Kern: Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache haben sich geeinigt, das sogenannte „Berliner Modell“ in Österreich umzusetzen. Den mit Schaum vorm Mund in die Tasten klopfenden Kritiker hinter die Ohren geschrieben: Das Wort „Berliner Modell“ impliziert bereits, dass es in der Welthauptstadt der Offenheit eine sehr liberale Regelung gibt. Einerseits wird der Raucherschutz für Jugendliche verbessert, andererseits die Wahlfreiheit in der Gastronomie unter Einbeziehung von klaren Raucher- und Nichtraucherbereichen garantiert. Also die vorhergegangene kalte Enteignung kommunistischer Manier des Besitzes unserer Wirte rückgängig gemacht. Ich bin gesellschaftspolitisch zutiefst liberal: Jeder Mensch und damit auch jeder Wirt hat das Recht auf persönliche Freiheit und Entfaltung bis an jene Grenzen, wo er die Freiheit des Anderen trifft. Und diesem Grundsatz unserer Gesellschaftsordnung sind Strache und Kurz gerecht geworden. Durch die Wahlfreiheit der Gastronomen, unter Beibehaltung von getrennten Bereichen, hat jeder Wirt die Freiheit seine Lokalität so zu organisieren, wie er es für sich selbst, seine Mitarbeiter und Kunden für richtig hält. Nichtraucher werden durch Raucher nicht belästigt und vice versa. Die endgültige Entscheidung treffen daher wir, die Konsumenten, die auch in Zukunft die verbriefte Freiheit haben, sich ihre Lokale auszusuchen. Das ist der Unterschied zwischen freier Marktwirtschaft und kommunistischer Planwirtschaft.