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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

SPÖ-Chefin Joy Pamela Rendi Wagner - Das politische Loch Ness Österreich

vor 7 Monaten
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Frau Pamela Joy Rendi Wagner,
nicht, dass Sie mir persönlich in irgendeiner Weise abgehen würden, ganz im Gegenteil. Ich bin recht dankbar und froh, dass ich Ihre „NLP-trainierte-Mundwinkel-im-Keller-Mimik“ nicht allzu oft sehen muss. Und auch die mit sonorer Stimme vorgetragenen Stehsätze stammen von der gleichen alten Schellackplatte, mit der schon die SPÖ in den 90iger Jahren jede Wahl vergeigt hat.
Aber der Steuerzahler, der für Ihre Klubobfrauen-Gage 15.000 Euro im Monat, 14 Mal im Jahr, regelmäßig peckt, hätte vielleicht gerne gewusst, was Sie so den ganzen lieben langen Tag machen, wie Sie so dem lieben Gott die Zeit stehlen.
Gemessen an Ihrer bisherig entfalteten Tätigkeit ist ja selbst ein Faultier ein Bündel an Hyperaktivität. Frau Genossin Vorsitzende, vor mehreren Monaten haben Sie sich regelrecht um die Nachfolge von Christian Kerns verspielten Thron mit Doris Bures gerauft und heute: Schweigen im roten Walde. „Ist da jemand?“ lautet ja nicht nur der Slogan von Licht ins Dunkel. Wobei das mit dem Licht und Dunkel in Bezug auf den Zustand der SPÖ schon wieder stimmig wäre. Das Problem ist halt nur, dass sich kein Armleuchter findet, der den müden Haufen erleuchtet.
Langsam drängt sich bei mir ja der Verdacht auf, dass Sie nur deswegen Parteichefin der Sozialdemokraten wurden, damit Kern endgültig den Beweis antritt, dass es nach ihm auch noch bergab gehen kann. Ein alte Sprichwort sagt: Wenn die Katze aus dem Haus ist, haben die Mäuse Kirtag. Und wenn ich in Ihre halblustige Prätorianergarde im Parlament so schaue, sind wir ja nicht mehr weit weg von einem Kirtag.
Da wäre Ihr Bundesgeschäftsführer Thomas „Protzda“ Drozda, leidenschaftlicher Rolex- und Bildersammler. Und auch Ihr Stellvertreter Leichtfried, der jederzeit als Double von Mr. Bean durchgehen könnte. Nicht zuletzt Ihr EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder, ein besonderer Leckerbissen für alle Fans einer SPÖ-Alt.
Aber nun zu den spärlichen Inhalten: Da waren Sie also unter Kurzzeit-Kanzler Kern selbst einmal Gesundheitsministerin, und davor Jahre lang Sektionschefin des Gesundheitsministeriums. Und ausgerechnet Sie trommeln die Restbestände ihrer kaputten Truppe im Parlament zusammen, um der Regierung ein Versagen im Gesundheitswesen vorzuwerfen.
Aber es kommt noch besser: Die Schmalspurmachiavellisten Ihrer Partei haben doch tatsächlich die Ökostromnovelle im dahinsiechenden Bundesrat blockiert. Die Folge: Zig Biomassewerke stehen vor dem Ende, hunderte Landesleute verlieren ihren Arbeitsplatz. Bruno „mir bereiten Arbeitslose schlaflose Nächte“ Kreiskys Urne rotierte – wie man hörte – am Zentralfriedhof. Apropos Friedhof: Wenn Ihnen nicht bald was Besseres einfällt, als sich dauerhaft hinter Ihre Laienspielertruppe zu verstecken, heißt das Motto der SPÖ nicht mehr „Endstation Sehnsucht“, sondern „Es lebe der Zentralfriedhof“.