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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Köthen/Chmnitz: Deutschland entwickelt sich dank Merkel zur Einzelfallnation

vor 1 Jahr
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Und wieder bedauert Deutschland einen sogenannten Einzelfall. Einem 22jährigen wurde heute Nacht das Leben geraubt, er wurde zu Tode geprügelt. Und trotz dieser regelrechten Inflation an wöchentlichen Schreckensmeldungen ringt man noch immer nach Worten, denn das Schicksal dieses jungen, mitten im Leben stehenden Menschen, bewegt. Er hinterlässt verzweifelnde Angehörige und Freunde und er hinterlässt eine ratlose, zutiefst verunsicherte und gespaltene Bevölkerung. Welche Umstände auch immer diese Tat begleiten, Faktum ist: Er musste sein Leben lassen, weil andere nicht für seine Sicherheit sorgten. Er wurde getötet, weil einmal mehr der Staat in seiner ursächlichen Verantwortung dramatisch versagte. Sein Leben fand ein frühes Ende, weil die Schutzmantelmadonna des Einzelfalls an ihrer bisherigen „Wir schaffen das“-Politik unbeeindruckt festhält. Und er wird nicht das letzte Opfer dieser politisch gewollten Anarchie auf Deutschlands Straßen sein. Nach Chemnitz wird nun Köthen im Mittelpunkt des brutalen politischen Streits stehen. Das anfänglich bedauerte Opfer wird im Blickpunkt der veröffentlichten Meinung rasch vergessen werden. Es kommt zu Kundgebungen, es kommt zu Ausschreitungen, es führt zu einer Radikalisierung der Gesellschaft. Der Leichnam wird noch nicht einmal beerdigt sein, wird auf dem Rücken des Opfers billiges parteipolitisches Kleingeld gewechselt. Und einmal mehr wird die Bevölkerung zwischen negierenden Gutmenschen und radikalen Elementen zerrieben, das alte Drama zwischen Links und Rechts findet seine Fortsetzung. Es wird keine Woche vergehen, wird auch wieder der Naziknüppel aus der Asservatenkammer der Geschichte geholt. Und so dreht sich das Karussell des Wahnsinns unablässig. Auf dem Rücken von unbedarften und anständigen Bürgern.