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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Frau Chebli's Luxusproblem - GMT Master statt Hartz IV

vor 6 Monaten
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Frau Chebli,
nicht Ihre Uhr ist das vieldiskutierte Problem. Denn wie heißt es so schön: Was Lacoste das Leben, Geld spielt keine Rolex. Und die Allgemeinheit ist den Sozialisten ja durchaus dankbar, dass sie sich Schweizerischem Präzisionshandwerk annehmen, denn immerhin wird dadurch den Genossen exakt angezeigt, dass ihre Zeit längst abgelaufen ist. Und erst die unzähligen Wortspielereien, die Sie – Frau Staatssekretärin - den Kabarettisten frei Haus liefern: Eine bedingungslose Grundrolex für Alle als neue zentrale Forderung der Roten, GMT-Master statt Hartz IV oder frei nach Marie Antoinette: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch eine Rolex kaufen“. Ach Frau Chebli, Sie sind ein Hit. Und erst Ihre Verteidigung. Köstlich! Da schreiben Sie doch tatsächlich: „Wer von Euch Hatern hat mit 12 Geschwistern in 2 Zimmern gewohnt, auf dem Boden geschlafen&gegessen, am Wochenende Holz gehackt, weil Kohle zu teuer war? Wer musste Monate für Holzbuntstifte warten? Mir sagt keiner, was Armut ist.“
Bei der Gelegenheit erlauben Sie mir eine diskrete Gegenfrage zu stellen: Welche kosmische Macht hat denn eine Familie dazu regelrecht gezwungen, in einem solch unsozialen Land wie Deutschland zu leben und eine 15-köpfige Familie gründen zu wollen, in dem man am Fußboden dahin vegetieren muss?
Ich geben Ihnen gleich die Antwort: Es war jener Staat, der Sie Frau Chebli seit Ihrem Eintritt in die SPD im Jahr 2001 all Inclusive – also auf Regimentskosten – unablässig versorgt. Es ist jenes Funktionärsparadies, das Ihnen seit 17 Jahren ein politisches, also ein arbeitsloses Grundeinkommen auf Kosten der Allgemeinheit sichert. Und nachdem Sie eben Ihr ganzes Leben im parteipolitischen Susi-Sorglos-Nest verbracht haben, müssen Sie sich als Dauerempfängerin des Steuerzahlers auch die eine oder andere Anmerkung der kritischen Bürger gefallen lassen, die einen Unterschied zwischen Schein und Sein, zwischen politischem Anspruch und gelebter Realität anhand Ihres persönlichen Lifestyles erkennen. Das ist eben das Wesen der Demokratie, dass sie zwischen Wasserpredigern und Weinsäufern unterscheidet! Und by the way: Beim neuzeitlichen Sturm auf die Bastille – also beim aufgeflammten Klassenkampf – ist eine Rolex halt nicht so pfiffig!