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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Eine klare Wahlanalyse zur österr. Nationalratswahl 2017!

vor 1 Jahr
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Bevor die nächsten Tage die gescheiterten Politruinen ausrücken, um das Ergebnis zur Nationalratswahl in ihren lähmenden Gremien breit auszuwalzen und zu analysieren, ist es vielleicht für diese kuriosen Irrlichter der österreichischen Innenpolitik hilfreich, das Ergebnis deutlich interpretiert zu bekommen:
1. Es gibt zwei große Wahlsieger. Sebastian Kurz hat das Vertrauen vieler Menschen gewinnen können, weil er glaubhaft die Pleiten-, Pech- und Pannenkoalition mit der SPÖ hinter sich gelassen hat. Heinz-Christian Strache und die Freiheitliche Partei haben einen tadellosen Wahlkampf geführt und sich staatstragend positioniert. Kurz und Strache ist zu gratulieren, sie haben angesichts ihrer Zugewinne den klaren Anspruch aber auch die Pflicht eine künftige Bundesregierung zum Wohl unseres Landes zu gestalten. Ihre beiden Parteien verfügen auch über eine satte Mehrheit für eine bürgerliche Koalition im Nationalrat.
2. Die GrünInnen haben ihre gerechte Strafe für den jahrelangen Tugendterrorismus erhalten. Die JutesackkameradInnen sind abgewählt und zur politischen Kompostierung freigegeben. Sie können sich daher mit dem Team Stronach und ihren linken Anhängern in den Medien auf den Misthaufen der Geschichte begeben und dort in alle Ewigkeit verrotten.
3. Christian Kern wurde ohne jegliche demokratische Legitimierung vor einem Jahr ins Amt des
Bundeskanzlers geschwemmt, der Wähler hat diese Irrungen der parteipolitischen Besetzung eindrucksvoll korrigiert. Kern ist somit der kürzest dienende Bundeskanzler der Republik. Der entscheidende Fehler der Sozialdemokratie war es aber nicht, die Silbersteins und Fußis zu holen, sondern den anerkannten Medienmanager Gerhard Zeiler als Bundeskanzler zu verhindern. Mit Kern ist weder Rot/Blau noch Schwarz/Rot möglich. Die SPÖ hat mit ihrer Positionierung den Handlungsspielraum minimiert, eine Korrektur könnte nur an einem Sonderparteitag – diesmal gleich in Knittelfeld – stattfinden. Werner Faymann freut sich wie ein Schneekönig, denn gegen Kern war er ein Sonnenkönig!
4. Peter Pilz hat es geschafft, er hat gemeinsam mit Julian Schmid die GrünInnen versenkt, dafür ist ihnen Namens der leidgeprüften Republik Dank und Anerkennung auszusprechen. Die Liste Pilz wird hingegen dieselbe politische Kraft wie die Neos entwickeln. Nämlich keine! Das Ergebnis für beide Parteien summiert sich im alten Sprichwort: zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben.