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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Die falsche Toleranz kostet Menschenleben

vor 7 Monaten
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Ich bin es mittlerweile leid, jede Woche ein neues Opfer der exzessiven Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft zu betrauern. Ich habe es schlichtweg satt, die immer wiederkehrenden Stehsätze des geheuchelten Bedauerns der Meinungsmacher in Zeitungen zu lesen. Ich kann die Krokodilstränen jener nicht mehr sehen, die ihre Augen jahrelang vor der Realität verschlossen haben, deren Negieren der Tatsachen nur Tod und Trauer über uns gebracht hat, deren ideologische Verblendung die Spaltung unserer Zivilisation bedeutet. Ich kann die Rufe nach einem Mehr an Integration nicht mehr fassen, denn ich muss Mörder, Gewalttäter, Extremisten und Vergewaltiger nicht integrieren!
Die jüngste Tragödie in Dornbirn, der Tod eines 49-jährigen Beamten beweist doch einmal mehr: Der Untergang unserer Gesellschaft manifestiert sich in der dramatischen Dummheit, die sich hinter der bröckelnden Fassade einer falschen Toleranz versteckt. Das unverbrüchliche Menschenrecht auf Leben, Friede und Sicherheit des Einzelnen wird zugunsten eines abstrakten Menschrechts auf „Asyl für Alle“ geopfert. Der vorgebliche und noble Humanismus, die moralische Selbstüberhöhung zur Befriedung schlechten Gewissens einiger alternativer Zeitgenossen kostet in Wahrheit das Leben schutzlos Ausgelieferter. Ein EU-Grundrecht auf Asyl eines Gewalttäters verdient in diesem Sinne das Wort Recht nicht mehr, geschweige denn hat es nur irgendeinen moralischen Anspruch auf Wirksamkeit. Ein Asylwerber, der vorgeblich vor der Gewalt, der Gesetzlosigkeit und der Repression aus seinem Heimatland flieht aber hier seinerseits Gewalt, Repression und Gesetzlosigkeit an uns und unschuldigen Opfern ausübt, dessen Fluchtgründe sind erloschen, er hat sein Gast- und Asylrecht in der Sekunde verwirkt. Seine Abschiebung in sein Herkunftsland darf durch keine Charta oder Konvention behindert werden.
Denn unsere humanitäre Großzügigkeit kann nicht bedeuten, dass wir uns den Krieg, die Gewalt und den Tod ins Land holen. Hunderte Mitmenschen, die bereits einen sinnlosen Tod sterben mussten, mahnen uns. Seit wenigen Tagen auch ein 49-jähriges Opfer aus Vorarlberg.