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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Die exzessive Gewalt an Frauen und das schablonenhafte Entsetzen der GutmenschInnen

vor 3 Monaten
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„Tiefe Betroffenheit“, „blankes Entsetzen“, „dramatischer Einzelfall“, – so lauten doch die schablonenhaften Reaktionen auf eine exzessive Gewaltorgie an unschuldigen und wehrlosen Frauen inmitten unserer Gesellschaft. Und auf jede dieser Messerattacken folgt die immer wiederkehrende Empörung. Und auf die Empörung folgt die zwischen Rechts und Links ideologisch fein säuberlich austarierte Schuldzuweisung, entweder der Ruf nach einer schärferen Gesetzgebung oder die Forderung zum Ausbau von Frauenhäusern und Gewaltschutzzentren. Und wenn all diese Reaktionen und Forderungen medial abgesondert, deponiert wurden, verklungen sind, ist der Tod eines jungen Mädchens auf offener Straße rasch vergessen und man geht zur Tagesordnung über. Beide Seiten haben eines gemeinsam – sie bekämpfen die Auswirkung aber packen das Problem nicht an der Wurzel. Den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung will man, oder kann man nicht erkennen. Kein Frauenhaus schützt vor nächtlicher Vergewaltigung im Park. Kein schärferes Gesetz verhindert den Meuchelmord am Bahnhof. Dabei ist der Anstieg an Messerattacken gegen Frauen, der Anstieg an Sexualdelikten nicht gottgegeben. Es ist eben eine unverbrüchliche Wahrheit, dass die Gewalt gegen Frauen in manchen Kreisen unserer ach so lieb gewonnenen Kulturbereicherer aufgrund von mittelalterlicher Erziehung, steinzeitlicher Sozialisierung, grausamer Historie und extremer Religion schlichtweg salonfähig ist. Wir schreiben das Jahr 2019. Und die sich innerhalb der mit Applaus und Teddybären begrüßten „Wir-schaffen-das-Karawane“ des Jahres 2015 befindlichen Goldstücke hinterlassen auch dieses Jahr an unschuldigen und wehrlosen Frauen ihre blutige Spur. Weil verblendete Toleranzprediger gegenüber dem Intoleranten tolerant sein wollen. Weil ideologisierte Realitätsverweigerer das Unintegrierbare integrieren wollen. Weil moralisch selbstüberhöhte GutmenschInnen ein Gesellschaftsmodell inkompatibler Welten verfolgen. By the way: Die Kritiker dieser Zeilen können ihre allzu leicht geschwungene Nazikeule gleich wieder einpacken. Dieser Tatsachenbefund hat mit Rassismus oder übersteigertem Nationalismus nichts zu tun. Der große österreichische Psychiater Viktor Frankl schrieb einmal: „Es gibt nur zwei Rassen von Menschen. Die Anständigen und die Unanständigen.“ In aller Bescheidenheit nehme ich für mich in Anspruch, dass ich die Unanständigen in unserer Gesellschaft nicht brauche, nicht dulde und schon gar nicht importieren will! Denn das Ergebnis einer anderslautenden Meinung wäre die Einschränkung unserer Freiheit und Sicherheit, das Ende unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates, die Beerdigung unserer offenen und liberalen Gesellschaft. Und bei Gott: Ich denke ja gar nicht daran, mein Lebensmodell zu ändern, meine Freiheit aufzugeben nur weil andere nicht in der Lage sind, mit Recht und Freiheit zu leben!