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Gerald Grosz Gerald Grosz

Aktuelle Beiträge zum Zeitgeschehen, zur Innen- und Außenpolitik.

Das Beispiel Brexit oder wie politische Eliten das Wählervotum negieren

vor 1 Monat
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Brexit, tagein tagaus Brexit. Die Dauerbeschallung der tinnitusgeplagten Medienkonsumenten findet kein Ende. Europa sitzt seit 3 Jahren wie das ängstliche Kaninchen vor der bösen Schlange, alle fürchten sich vor dem Brexit. Die Berichterstattung überschlägt sich, der Brexit nervt. Im Minutentakt entpuppt sich die Handlungsunfähigkeit, das konzertierte Chaos, die politische Bankrotterklärung einer unberechenbaren Politik sowohl in London als auch in Brüssel. Im Nebeldunst der medialen Gemengelage werden die Umrisse einer gemeingefährlichen Mischung aus einer britischen Pastorentochter mit einem Kontinentalalkoholiker luxemburgischer Herkunft sichtbar.
Das Duett der Dummheit und der dilettantischen Unfähigkeit nimmt eine bedrohliche Dimension an. Aber wie steht es schon geschrieben: Hüte dich vor den Gezeichneten und den Pastorentöchtern. In Wahrheit braucht sich Niemand zu wundern, weder in Britannien noch am europäischen Festland, wenn die Proponenten dieser Scheidungsschlacht wie zwei alkoholisierte Geisterfahrer agieren, die mit 200 km/h aufeinander krachen. Weder die geistigen Kerzenleuchter der EU, noch die handlungsunfähige politische Elite Londons hat ein realistisches Interesse daran, dass das demokratische Wählervotum der Briten konfliktfrei und unaufgeregt umgesetzt wird. Begleitet durch die üblichen Verdächtigen in den Redaktionsstuben wird der Teufel an die Wand gemalt. Großbritannien wird verhungern, die Geschäfte werden leer bleiben, der Pfund wird abstürzen, die Arbeitslosigkeit steigen, Not und Elend werden den Alltag der britischen Insel bestimmen, die biblischen Plagen werden über das Inselvölkchen herziehen. So soll nach europäischer Lesart verhindert werden, dass vielleicht anderen Staaten auf die glorreiche Idee kommen könnten und das Juncker’sche Gin- und Whiskykabinett in Brüssel verlassen. Wäre ja zu einfach, wenn plötzlich auch die Ungarn, die Italiener, die Polen und die Griechen auf die Idee kämen, den Gurkenkrümmungs- und Glühbirnenverein zu verlassen.
Und so wird der inszenierte Wahnsinn seine Fortsetzung finden, die gegenseitige Demütigung und Erpressung unseren Alltag so lange bestimmen, bis das Vereinigte Königreich den Scherbenhaufen der abgehobenen Technokratie verlässt und den Gegenbeweis antritt, dass es auch ein Leben abseits der Schwachmaten in Brüssel gibt.